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Sprechtheater >>
Schauspieler mit geübter Stimme können Auditorien bis etwa 1000
Zuhörer erreichen. In Theatern dieser Größe sind bei einer guten
raumakustischen Planung auch ohne Beschallungsanlage qualitativ
ausgezeichnete Aufführungen möglich.
Bei einem möglichst linearem Frequenzverlauf planen wird eine mittlere
Nachhallzeit von 0,9 bis 1,2 s. Dazu ist es oftmals notwendig,
Tiefenabsorber einzubauen.
Um die Absorptionseigenschaften im besetzten und im unbesetzten Zustand
möglichst ähnlich zu gestalten, soll das leere Gestühl einen ähnlichen
Schallabsorptionsgrad besitzen wie das besetzte. Dazu sind die von der
sitzenden Person abgedeckten Stuhlflächen (Sitz, Rückenlehne,
Armauflagen) mit einer geeigneten Stoffpolsterung zu versehen.
Beim klassischen Proszeniumstheater mit Dreh- und Senkbühne, Seiten-
und Hinterbühne, dem Bühnenturm und den Beleuchterbrücken sind die
Decken- und Wandteile im Vorbühnenbereich die wichtigsten
Reflexionsflächen zur akustischen Versorgung der mittleren und hinteren
Zuhörerbereiche.
Unzureichend dimensionierte Reflexionselemente führen zum
gefürchteten "akustischen Loch" auf den mittleren
Parkettplätzen.
Beim Podiumstheater, in dem sich die Bühne, ähnlich wie bei
Konzertsaal das Podium, zum Publikum hin öffnet, können Reflexionen von
den seitlichen Wänden zu einer mangelnden Deutlichkeit im mittleren
Zuhörerbereich führen. Hier achten wir besonders auf eine gezielte
Schalllenkung über die Saaldecke, um Reflexionen in diesen Saalbereich zu
lenken.
Im zirkusähnlichen Arenatheater, befindet sich das Podium in der
Saalmitte. Darum gruppiert sich in einer oder mehreren rangartigen Ebenen
das Publikum. Die geringen Abstände zwischen dem Publikum und der Bühne
gewährleisten in der Regel eine gute Direktschallversorgung.
Bei einer mittleren Nachhallzeit von etwa 1 s wird eine gute
Sprachverständlichkeit erreicht.
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