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Sport- und Schwimmhallen >>
In Sport- und Schwimmhallen muss durch gezielte
Schallabsorptionsmaßnahmen vor allem für eine möglichst geringe
Nachhallzeit gesorgt werden, um auf diese Weise den Geräuschpegel niedrig
zu halten.
Breitbandig wirkende Schallabsorber als Unterdecken, in Sporthallen
ergänzt durch Schallabsorber als Wandverkleidungen, sind übliche
Ausführungen.
In Sporthallen ist auf Ballwurfsicherheit zu achten, in Schwimmhallen
müssen vor Feuchtigkeit geschützte Absorber verwendet werden.
In größeren Sport- und Schwimmhallen mit Besuchertribünen werden in
der Regel Beschallungsanlagen für Informationszwecke vorgesehen. Hier
sind zur Erhöhung der Sprachverständlichkeit geringe Nachhallzeiten
zweckmäßig. Zusätzliche Tiefenabsorber sollten den Frequenzverlauf der
Nachhallzeit linearisieren.
In leeren Sporthallen sollte die Nachhallzeit oberhalb von 500 Hz etwa
1,8 s nicht überschreiten.
Große Sporthallen werden unter Verwendung transportablen Gestühls
teilweise auch als Mehrzweckhallen benutzt, etwa für Kongresse,
Musikveranstaltungen, Filmvorführungen etc.
Soweit diese Veranstaltungen bei Einsatz von Beschallungsanlagen
durchgeführt werden, ergeben sich in der Regel bei genügend geringer
Nachhallzeit keine raumakustischen Probleme. Voraussetzung dafür ist,
dass Flatterechos und energiereiche späte Reflexionen vermieden sind.
Kritischer ist die Durchführung von Theater-, Opern- oder
Konzertveranstaltungen ohne elektroakustische Unterstützung, weil dann
längere Nachhallzeiten und Maßnahmen zur Reflexionslenkung notwendig
werden.
Gute Kompromisse sind meist nur unter Einsatz aufwendiger
Variationsmöglichkeiten zu realisieren: drehbare
Absorber-Reflektorflächen, veränderbare Deckenhöhen und -neigungen,
Reflexionsflächen hinter und neben dem Orchester und variable
Publikumsanordnungen bieten hier Lösungsvarianten.
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